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Sterbebegleitung
Das Sterben ist ein zentrales Problem eines jeden Menschen. Die Auseinandersetzung mit dem Sterben und Tod ist naturgemäß in einer Einrichtung für Senioren häufiger als in anderen Lebensbereichen. Dies betrifft nicht nur unsere Bewohner und Bewohnerinnen.

Häufig ist diese letzte Phase des Lebens unserer Bewohner und Bewohnerinnen mit Ängsten, Schmerzen und offenen Lebensfragen verbunden. Häufig steht dabei die Angst nach dem "Allein gelassen werden" im Vordergrund.
 
Aus dieser Problematik heraus sorgen wir für einen würdigen Ausklang des Lebens, in dem unsere betreuten Pflegekräfte (hauseigenes Pallitivkonzept):
 
den Sterbenden begleiten
   
sich einfühlen und eigene Unsicherheiten und Gefühlsschwankungen akzeptieren
   
abwarten, eigene Ängste aushalten, die Verdrängungsmechanismen und Ängste akzeptieren, nicht widersprechen, die Schmerzen und Befindungsstörungen lindern und Symbolsprache erkennen
   
ermutigen, zu trauern
   
Kontakte vermitteln oder diese benachrichtigen, auf Wunsch einen Seelsorger, Notare oder andere Personen
   
den Sterbenden nicht allein lassen, Nähe vermitteln durch Körperkontakte
   
mit den Sterbenden beten, wenn dieser es wünscht
   
den Angehörigen beistehen, deren besondere Situation erkennen und sie verstzehen
 
 
Gute Reise ... das Leben ist wie eine Reise im Zug ...
Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, bei manchen Aufenthalten angenehme Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei anderen.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen, treffen wir Menschen, von denen wir glauben, dass sie uns während unserer ganzen Reise begleiten werden: unsere Eltern.
 


Leider ist die Wahrheit eine andere. Sie steigen bei einer Station aus und lassen uns ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft zurück.
 
Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein. Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und diese wunderbaren Menschen, die wir lieben.
 
Manche dieser Personen die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang. Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Reise. Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen, die es brauchen.

 
Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht. Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt.
 
Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in einen anderen Wagen setzen und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen. Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühe auf uns zu nehmen sie zu suchen und uns zu ihrem Wagen durchzukämpfen. Leider können wir uns manchmal nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.
 
Macht nichts. So ist die Reise. Voll von Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden...

...aber ohne Rückkehr. Also, machen wir die Reise auf die bestmögliche Weise.
 
Versuchen wir, mit unseren Mitreisenden gut auszukommen, und suchen wir das Beste in jedem von ihnen.

Erinnern wir uns daran, dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht. Auch wir werden öfter schwanken und es wird jemanden geben, der uns versteht.
 
Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden und genauso wenig wann unsere Mitreisenden aussteigen werden. Nicht einmal der, der direkt neben uns sitzt.
 

Wir werden wehmütig sein, wenn wir austeigen. Die Trennung von einigen Freunden, die wir während der Reise trafen wird schmerzhaft sein. Unsere Liebsten allein zu lassen, wird sehr traurig sein. Aber wir können die Hoffnung haben, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt, und sie ankommen. Mit Gepäck, dass sie beim Einsteigen noch nicht hatten.
 
Was uns glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass wir mitgeholfen haben ihr Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen.

Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.
 
Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.

 
Denen, die ein Teil meines Zuges sind, wünsche ich: "Eine gute Reise."
 
Quelle: unbekannt
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